Lebenszeichen

Ich war wirklich nen halbes Jahr nichmehr... genau genommen, hab ich nach dem letzten Eintrag garnicht mehr reingeschaut.

Daher ein großes Sorry an Fred, dass ich das erst jetzt lese.

Eigentlich ist jetzt soviel passiert, dass ein einzelner Eintrag garnicht reichen dürfte.

Aber diesen beschissenen Mitbewohner und meine stetig steigende Angst vor OPs lassen wir heut erstmal aus.
Auch die Sorgen um meine Zukunft, und mein mehr als schwaches Selbstwertgefühl.

Mich bedrückt immo am meisten, dass ich mich wohl wirklich in jemanden verliebt habe, in den ich mich wirklich nicht verlieben sollte.
Es mag schon aufgefallen sein, dass ich das Wort Liebe nicht grad häufig gebrauche, und das hat auch seinen Grund. Ich finde die Nutzung dieses Wortes viel zu oft arg übertrieben. Wenn man sich verknallt hat, oder mit jemandem flirtet, oder jemanden kennenlernte, mit dem man sich spontan gut versteht oder gar im Bett landet, redet man doch eigentlich selten wirklich von Liebe, oder?
Nunja, der Fall ist diesmal also schon etwas schwerwiegender...

Ich hab immer gesagt, sowas würde ich nie zulassen. Dabei komme ich mir jetzt eiskalt vor, weil ich die Gefühle einfach komplett ignoriert habe. Das schlimmste: Jetzt hab ich mir sogar selbst weh getan.
Und dazu ... oh jetzt reden wir doch kurz von meinem geliebten Selbstwertgefühl... kommt noch, ich weiß rein garnicht, wie meine Chance jetzt stehen.
Bei einer anderen Freundin konnte er sich ausweinen, wieso bei mir nicht?
Das tut irgendwie weh, zu hören, dass er sich bei anderen besser ausdrücken kann. Ich wollte doch immer da sein, wenns ihm mies geht. Und dann fühlt er sich nichtmal wohl bei mir.
Aber um das mal aufzurollen:
Es gibt einen Menschen in meinem Leben, den zähle ich zu den mir wichtigsten.
Wieso? Nun, das ist eien gute Frage. Die Antwort kenne ich garnicht so genau.
Wie wichtig, fiel mir allerdings erst vor ein paar Wochen auf. So 3 Wochen etwa müsste das her sein. Da brach so einiges über mich herein.
Nachdem alle Abgaben für das Studium gemacht wurden, hatte ich eine kurze Verschnaufpause, und damit dummerweise auch Zeit zum nachdenken.. und mit der Zeit kommen da Sachen hoch, die ich wirklich nurnoch verdrängen wollte.
Schon allein, weil er mir verdammt weh getan hatte, und weil es eh zu spät war.
Also ging ich mich aufmuntern, bei einer guten Freundin.
Vorher erfuhr ich noch etwas echt mieses, was mich dann auch noch sehr lange beschäftigte, und sicher auch noch eine Weile beschäftigt.
Aber zurück zum Thema: Die Aufmunterung lief ganz gut, bis auf dass ich mir am Schluss wohl die Kniescheibe verschoben habe... jedenfalls ist die jetz komisch.

Miese Sache, aber eine gute Ausrede für das kommende.

Wie es das Schiksal so will, oder reden wir lieber von Timing:
Kurze Zeit später ging es ihm richtig mies... diesmal wurde ihm weh getan, und als eine gute Freundin wollte ich ihm natürlich helfen. Aber was kann man da schon groß tun, außer ablenken und glücklich machen?
Ich fuhr vorbei, überredete ihn zu einem Ausflug, und versuchte ihm das Gefühl des Alleinseins zu nehmen.
Ich hab sogar ne Menge Geld investiert, um ihn wieder glücklich zu sehen. Das erhoffte lächeln blieb leider irgendwie aus... schade. Aber naja, es schien ihn trotzdem aufzumuntern.
Um dann nicht wieder weg zu müssen, schob ich mein kaputtes Knie vor, und bleib das ganze Wochenende da. Ich hab mich mit ihm hingesetzt und Spiele gespielt. Eins nach dem anderen. Viel mehr haben wir glaube ich garnicht gemacht.
Und da es grad ungünstig schien, beließ ich es auch dabei.
Ich hoffe, ihm hat das Wochenende gut getan. Mir jedenfalls nicht so:
Normal könnte ich mir sagen, dass wäre alles Einbildung. Aber als ich neben ihm saß und ihn so beobachtete, war das nicht mehr nur Einbildung.
Am liebsten hätt ich ihn einfach nur umarmt... aber irgendwie... tja, wenn keine Gefühle im Spiel sind, kann ich das ja ganz gut.
Wenn doch: naja, dann versau ichs halt. Immer und immer wieder.
Dabei wäre es garnicht aufgefallen. Ich mein, ich wollte ihn doch sowieso nur trösten. Und der zeitpunkt für mehr Worte wäre eh nicht gewesen.

Seitdem lässt mich das alles nichtmehr los.
Die andere Freundin, bei der er sich richtig ausweinen konnte, meinte es wäre eh grad kein guter Zeitpunkt. Im Moment wolle er eh nur Freunde.
An sich glaube ich das ja nicht wirklich, aber vielleicht irre ich mich.
Schließlich habe ich mich auch in den anderen Dingen geirrt.

Endet das so, wie bei der Bekannten, die dieselbe Situation schon einige Jahre lang hat?
"Einer ist immer bereit, der andere aber immer dann nicht."

Was soll ich nur tun? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Gibt es sowas überhaupt? Habe ich mir das alles doch nur eingebildet? Nein! Das definitiv nicht. Aber was ist, wenn ich das alles jetz auf mich zukommen lasse, und er tut mir wieder weh? Kann er das überhaupt noch? Was wird dann aus mir? 
Sollte ich es doch riskieren? Und wenn ja, wie soll das funktionieren?
Wie wird er reagieren? Wie soll ich damit zurecht kommen?
Gibt es überhaupt eine gute Lösung? Oder ist jeder Weg ein Fehltritt?
Wie bei der Bekannten, die das Spiel schon jahrelang mitmacht.
Sie hat das versucht, was ich mich nicht traute... und sie tat sich auch nur weh.

Wenn ein Mensch einem so wichtig ist, ist er auch fähig dazu, dir so weh zu tun, dass du es nie vergessen wirst...

Ich weiß nicht weiter.

28.3.11 02:16
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.4.11 01:19)
Das mit dem Lieben nehm ich mal zurück... war ne Einbildung... gehn wir das mal langsamer an.

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